Haben Sie irgendwelche vor 1984 hergestellten Computer anzubieten? Diskretion garantiert. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

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Computersammlung

Nahezu alle Computer, vor allem die wertvollen Exemplare sind unter Verschluss und in Lagern. Leider, denn eine öffentliche Ausstellung wäre besser. Aber das ist nicht so einfach.

Seit über 30 Jahren sammle ich Computer(bauteile). Zu Beginn waren dies hauptsächlich Mainboards, ausgesuchte Steckkarten und vor allem Festplatten. Große Festplatten. Groß in Bezug auf deren physische Größe und nicht deren Kapazität. Viele Festplatten sehen eher aus wie Raumschiffmodelle und haben imposante Ausmaße und ein charmantes Gewicht. Eine RAMAC oder eine der anderen Festplatten im 24+ Zoll Bereich ist der von mir am meisten gesuchte historische Gegenstand. Selbstverständlich sind Cray, Apollo Guidance Computer AGC, Gemini Computer, AP 101 von IBM usw. ebenfalls ambitionierte Objekte auf meiner Wunschliste.

Erst deutlich später kamen Computer hinzu. Der eigentliche Grund war ein nostalgischer Rückblick und der Wunsch, noch einem an einem Apple II und einem Basis 108 mit UCSD Pascal zu sitzen. Gesagt, gesucht, gekauft und schon war die nächste Begehrlichkeit der erste IBM, mit dem ich in den 80ern gearbeitet habe.

Daraus entstand der Wunsch, weitere Computer zu erwerben. Viele Computer der 70er und 80er Jahre waren zu Beginn meiner Computerzeit völlig unerschwinglich. 30 Jahre später sah die Sache schon anders aus, wenngleich einige Exemplare wieder gewaltig an Wert gewannen und teurer wurden als diese früher vom Hersteller angeboten wurden. Der Apple-1 ist ein Paradebeispiel dafür.

Immer mehr Geräte kamen in die Sammlung und immer exotischer wurden die Computer. Bis auf wenige Ausnahmen konzentrierte ich mich auf Computer, die vor dem Jahr 1984 produziert wurden und die in den Bereich der Mikrocomputer fallen.

2015 tauchte ein Apple-1 bei eBay auf und nur durch Zufall sah ich diese Auktion. Ein echter Apple-1? Ich konnte es zunächst nicht glauben. Für viele Sammler der heilige Gral und dann noch ein derart geschichtsträchtiges Exemplar in sehr gutem Zustand! Erst später sollte ich an Auktionen der bekannten Auktionshäuser teilnehmen.

Hiernach konnte ich noch einige Hundert andere Computer erwerben.

Zwischenzeitlich besuchte ich nicht nur den Verkäufer des Copson Apple-1, Bob Luther, in Alexandria / Virginia dem ich für einen interessanten Eindruck in die Feier zu Halloween in seiner Nachbarschaft danke, sondern auch David Larsen. David Larsen besaß damals eine gigantische Sammlung alter Computer und dazu 4 Apple-1. Auf seiner Farm war ich Gast und wir redeten viel über die Computer. Bis heute bereue ich zutiefst, nicht sein Angebot, die gesamte Sammlung zu übernehmen, nicht abgenommen zu haben.

In 2017 kam mein Name in Verbindung mit Apple-1 zufällig in die Öffentlichkeit. Dadurch entstand ein Kontakt zu anderen Sammlern.

2017 führte ich Gespräche mit einer Stadt über die Gründung eines Computermuseums. Städte leiden unter Geldnot und ohne Sponsoren ist ein solches Vorhaben kaum umzusetzen. Ein Museum trägt seine eigenen Kosten nur in seltenen Fällen. Die Zukunft steht noch nicht fest.

Die Sammlung historisch bedeutender Computer ist nicht nur eine Sammelleidenschaft. Vielen Menschen ist noch nicht klar, dass diese Geräte ein Stück Geschichte sind.

Zu Beginn des Automobilzeitalters kamen ebenfalls nur wenige auf die Idee, die Fahrzeuge zu sammeln und vor der Verschrottung zu retten. Das Bewusstsein um den historischen Wert kommt erst langsam auf. Computer dominieren den Alltag der meisten Menschen und haben die Gesellschaft weltweit verändert wie noch kein anderes Ereignis zuvor.

Wie alles begann

In den 80er Jahren kam ich über mein Gymnasium in Kontakt mit Computern. Nur wenige Schulen boten Informatik als Fach an. Alles verlief zeitversetzt zu den USA.
Bei der Wahl der Fächer in der 11. Klasse wurde Informatik angeboten. Das klang für einen naturwissenschaftlich begeisterten Schüler sehr verlockend. Wie sich herausstellte, war das genau „mein Ding“. Andere naturwissenschaftliche Interessen gerieten in den Hintergrund. Der Computer ermöglichte endlose Kreativität und war in Bezug auf „Tüfteln“ nicht zu schlagen.
Die ersten Computer waren ein Rechner mit Hexdisplay, ein bescheidener Apple II+, dann Apple IIe und den schon wesentlich besseren Basis 108 (ein Apple Klon, aber mit RAM-Disk, richtiger Tastatur und Diskettenlaufwerken mit mehr Kapazität ausgestattet).
Von Anfang an, war das Hauptinteresse Programmieren mit Hochsprachen. An Computerspielen bestand kein Interesse.
Es folgte der IBM 5150, der eine völlig neue Welt bot. Netterweise durfte ich den einzigen IBM der Schule schon in der 11. statt wie üblich in der 13. Klasse nutzen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass ich mich selbst zurechtfinde. Was für eine Aussage, denn plötzlich hatte jemand das Tor zum bisher verschlossenen Garten geöffnet. IBM Referenzmanuals und ein Handbuch zu Turbo Pascal waren die einzige Literatur, aber völlig ausreichend.
Kurze Zeit später kaufte ich meinen ersten Computer, einen IBM 5160 mit damals gigantischer 20 MB Festplatte.
Eine wilde Programmierzeit folgte und nach einem Jahr veröffentlichten Zeitungen viele meiner kleinen Programme und einige Artikel. Der Markt und Technik Verlag bot einen Vertrag für den Vertrieb eines meiner Programme an, das im Wettbewerb mit Norton Utilities stand. Mit 17 Jahren zu jung und unerfahren, diese Chance zu erkennen, hatte ich hieran nur wenig Interesse. Lieber wollte ich weiter tüfteln.
Kurze Zeit später wurde das Hobby unerwartet und ungeplant doch zum Beruf.
Mit 18 Jahren gründete ich mit einem Bekannten, der auf das gleiche Gymnasium ging, die erste eigene Firma.
Alle weiteren Pläne für das Informatik- und Mathematikstudium konnten aus Zeitgründen nicht weiter verfolgt werden. DIY und autodidaktisches Vorgehen waren zudem wesentlich spannender.